Zweiter Sieg dank des „18. Neuzugangs“

Fussball, 3. Liga, VfR Aalen - FC Würzburger Kickers
Foto: foto2press/Frank Scheuring

Erleichterung in Würzburg: Der Absturz an das Tabellenende der 3. Liga konnte durch einen 3:2-Auswärtssieg beim VfR Aalen verhindert werden. Mit dem zweiten Saisonsieg startet die Schmidt-Elf vielversprechend in die Englische Woche. Am Mittwoch empfängt der FWK das Tabellenschlusslicht Carl-Zeiss Jena in der Flyeralarm Arena (Anstoß: 19 Uhr), ehe es am Samstag nach Niedersachsen zum VfL Osnabrück geht.

Felix Müller – Der „18. Neuzugang“

Die letzten Wochen waren bei den Würzburger Kickers nun wirklich nicht sonderlich mit Erfolgsgeschichten gespickt. Mindestens eine gibt es aber doch: Felix Müller! Der 24-jährige Linksfuß ist aktuell die Überraschung im Kader der Rothosen. Dabei hatte ihn zu Saisonbeginn kaum einer auf der Rechnung. Das lag zum einen an der „mäßigen Vorbereitung“ (Schmidt) und einer nicht berauschenden Vorsaison in der Zweiten Liga mit den Kickers (13 Einsätze, 2 Tore). „Der Druck von außen war groß und man musste sich auf dem Spielfeld hauptsächlich um Defensivarbeit kümmern“, blickt der gebürtige Pfälzer auf seine erste Saison in Würzburg zurück. Unter dem neuen Trainer Stephan Schmidt scheint Müller als variabler Offensivspieler aufzublühen. In den letzten beiden Partien glänzte er mit einem Treffer und zwei Torvorlagen und einer erstaunlich hohen Spielfreude. Kein Wunder, dass ihn Fans und Beobachter kaum wiedererkennen. Kein Problem – bei den Kickers kann man mit dem „18. Neuzugang“ aktuell sehr gut leben.

Erneuter Auswärts-Dreier, aber: Ziel verfehlt

„Unser Ziel war es heute zu Null zu spielen“, verriet der Kickers-Coach nach dem 3:2-Erfolg gegen das Drittliga-Spitzenteam VfR Aalen und zeigt damit auf, woran es bei seiner Mannschaft momentan noch deutlich hakt. Bereits in den ersten zehn Spielminuten hätte der VfR Aalen die Partie entscheiden können, hätte nicht der hervorragend aufgelegte FWK-Schlussmann Wolfgang Hesl zwei hundertprozentige Einschussmöglichkeiten der Schwaben glänzend pariert. Auch in der Folgezeit der Partie des 8. Spieltags konnte im Würzburger Defensivspiel deutlich mehr Schatten als Licht festgestellt werden. Insbesondere Innenverteidiger Anthony Syhre fiel in alte Verhaltensmuster aus den ersten Spieltagen zurück und offenbarte sich als Schwachstelle der Kickers-Viererkette. Gelingt es der Schmidt-Elf nicht, endlich konzentrierter und kompakter in der Defensive zu stehen, werden auch die nächsten Spiele in der 3. Liga „Spitz auf Knopf“ entschieden, wie Matchwinner Felix Müller treffend anmerkte: „Wenn man ehrlich ist hätten wir das Spiel auch verlieren können“.

Weiter geht es am Mittwoch Abend (19:00 Uhr) am „Dalle“, unter Flutlicht, gegen Aufsteiger Carl-Zeiss Jena. Die Thüringer stehen mit sechs Zählern aktuell am Tabellenende der 3. Liga und konnten auswärts in vier Spielen erst einen Zähler einheimsen. Also höchste Zeit für die Kickers den ersten Heim-Dreier der Saison einzufahren.


Die Kickers-Noten vom Spiel gegen den VfR Aalen

VfR Aalen – FC Würzburger Kickers 2:3 (0:0)

Kickers: Hesl – Ahlschwede, Syhre, Neumann, Schuppan – Taffertshofer, Nikolaou – Skarlatidis (81. Baumann), Müller (88. Uzelac), Göbel – Ademi (78. Jopek) – Trainer: Schmidt

Tore: 0:1 Göbel (48. Müller), 1:1 Morys, 1:2 Neumann (53., Müller), 2:2 Morys (66. Handelfmeter), 2:3 Nikolaou (87.)

Gelbe Karten: Schulz – Nikolaou, Skarlatidis

Zuschauer: 3.903

Schiedsrichter: T. Siewer (Olpe)


 

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